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Was kostet eine Website für Kunden? Realistische Preise 2026

Eine professionelle Website für ein kleines lokales Unternehmen kostet 2026 realistisch zwischen 800 und 2.500 Euro. Die große Spanne verwirrt viele – dabei erklärt sie sich fast vollständig über eine Frage: Zahlst du für Arbeitszeit oder für ein Ergebnis? Wer verstanden hat, warum ein Betrieb 1.500 Euro für etwas ausgibt, das ein Baukasten angeblich für zehn im Monat kann, kann seinen Preis ruhig und selbstbewusst nennen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Selbst bauen mit Baukasten: 0 bis 30 Euro im Monat – dafür Zeit- und Know-how-Kosten.
  • Freelancer mit KI: rund 800 bis 2.500 Euro pro Projekt, der Sweet Spot für lokale Betriebe.
  • Agentur: 3.000 bis 10.000 Euro und mehr – für kleine Betriebe meist überdimensioniert.
  • Entscheidend ist nicht dein Aufwand, sondern der Wert für den Kunden – KI senkt deine Zeit, nicht seinen Nutzen.
  • Einmalpreis plus Retainer (49 bis 99 Euro/Monat) macht aus Aufträgen ein planbares Einkommen.

Die ehrliche Preisspanne 2026

Website-Preise gehen weit auseinander, weil unter demselben Wort völlig verschiedene Dinge stecken. Grob gibt es drei Ligen:

  • Selbst gebaut mit Baukasten: 0 bis rund 30 Euro im Monat. Dafür investierst du deine eigene Zeit und musst Text, Struktur und Design selbst hinbekommen.
  • Freelancer mit KI: rund 800 bis 2.500 Euro für eine fertige, verkaufsstarke Seite inklusive Texten und Einrichtung.
  • Klassische Agentur: 3.000 bis 10.000 Euro und mehr, oft mit mehrwöchiger Vorlaufzeit und mehreren Beteiligten.

Für die allermeisten lokalen Betriebe ist die mittlere Liga der Sweet Spot: professionell genug, um Kunden zu gewinnen, aber ohne Agenturaufschlag.

Warum zahlt jemand 1.500 Euro, wenn es Baukästen für 10 gibt?

Aus demselben Grund, aus dem Leute 90 Euro beim Friseur lassen, obwohl eine Schere 10 kostet. Der Zahnarzt, die Kosmetikerin, der Dachdecker wollen keine Website bauen – sie wollen, dass eine da ist, gut aussieht und Anfragen bringt. Du verkaufst kein Werkzeug, sondern ein fertiges Ergebnis und die Zeit, die sie sich sparen. Der Baukasten ist für sie keine Alternative, sondern eine zweite ungeliebte Baustelle.

Woraus sich der Preis wirklich zusammensetzt

Nicht aus Arbeitsstunden, sondern aus Wert. Vier Bausteine bestimmen, was eine Seite wert ist:

Strategie

Was soll die Seite überhaupt erreichen – Anrufe, Terminbuchungen, Angebotsanfragen? Ohne Ziel ist eine Website nur eine digitale Visitenkarte. Mit Ziel wird sie ein Vertriebskanal.

Struktur und Text

Die Reihenfolge der Inhalte und die Worte entscheiden, ob ein Besucher zum Kunden wird. Genau hier steckt der meiste Wert – und genau hier scheitern selbst gebaute Seiten am häufigsten.

Technik

Schnell, mobil, sauber auffindbar und rechtssicher mit Impressum und Datenschutz. Das erwartet heute jeder, und es kostet Zeit, es richtig zu machen.

Das fertige, abgenommene Resultat

Der Kunde bekommt etwas Fertiges in die Hand, ohne selbst Hand anzulegen. Diese Bequemlichkeit ist ein echter Wert, kein Aufpreis.

Mit KI sinkt dein Zeitaufwand für all das drastisch. Dein Preis muss deshalb aber nicht sinken – denn der Nutzen für den Kunden bleibt exakt gleich. Effizienz ist dein Gewinn, nicht sein Rabatt.

Einmalpreis oder monatlicher Retainer?

Am besten beides. Der Bau ist ein Einmalpreis, zum Beispiel 1.500 Euro. Darauf setzt du einen Retainer für Pflege, Hosting und kleine Änderungen – üblich sind 49 bis 99 Euro im Monat. Der Kunde hat damit einen festen Ansprechpartner und muss sich um nichts kümmern, du gewinnst planbaren, wiederkehrenden Umsatz. Genau diese wiederkehrende Komponente macht aus einzelnen Aufträgen ein stabiles Einkommen.

Beispielrechnung für ein realistisches Monatsziel

Angenommen, du verkaufst zwei Seiten im Monat zu je 1.500 Euro und betreust zehn Bestandskunden mit je 69 Euro Retainer. Das sind 3.000 Euro aus Neugeschäft plus 690 Euro wiederkehrend – zusammen rund 3.700 Euro im Monat, Tendenz steigend, weil die Retainer sich mit jedem Projekt aufaddieren. In vielen Auswanderungsländern ist das ein sehr komfortables Einkommen.

Wie du deinen Preis im Gespräch rechtfertigst

Rede nicht über Stunden, sondern über Ergebnisse. Ein Satz wie „Diese Seite muss Ihnen übers Jahr nur einen einzigen neuen Kunden bringen, dann hat sie sich bezahlt“ verschiebt das Gespräch weg vom Preis hin zum Nutzen. Nenne die Zahl klar und mach dann eine Pause. Wer nach der Preisnennung anfängt zu rechtfertigen, macht sich selbst günstiger. Schweigen wirkt souverän – und der Kunde füllt es meistens mit einem Ja.

Häufige Preis-Fehler von Einsteigern

  • Zu billig starten, weil man sich den eigenen Wert nicht zutraut – und dann nicht mehr hochkommt.
  • Den Preis mit dem eigenen Zeitaufwand begründen statt mit dem Kundennutzen.
  • Alles einzeln abrechnen, statt ein klares Paket mit festem Preis anzubieten.
  • Den Retainer vergessen und damit den wertvollsten, planbaren Umsatz liegen lassen.

Häufige Fragen

Was kostet eine einfache Website für einen kleinen Betrieb?
Bei einem Freelancer realistisch 800 bis 2.500 Euro. Rund 1.500 Euro sind ein üblicher, fairer Preis für eine verkaufsstarke Seite für einen lokalen Betrieb.
Lohnt sich eine Website für kleine Unternehmen überhaupt?
Ja, wenn sie auf Neukunden ausgelegt ist. Eine gute Seite fängt Anfragen ab, die sonst zur Konkurrenz gehen – der Preis ist meist mit ein bis zwei Aufträgen wieder drin.
Warum ist eine Agentur so viel teurer?
Agenturen haben höhere Fixkosten und mehr Beteiligte. Für einen kleinen Betrieb ist das oft überdimensioniert; ein spezialisierter Freelancer liefert dasselbe Ergebnis günstiger.
Wie viel darf ich als Einsteiger verlangen?
Orientiere dich am Wert, nicht an deiner Unsicherheit. Auch als Anfänger sind vierstellige Preise fair, wenn die Seite dem Betrieb Kunden bringt. Zu billig zu starten ist der teuerste Fehler.
Sollte ich einen Festpreis oder Stundensatz nehmen?
Festpreis pro Paket. Kunden wollen Planungssicherheit, und du wirst nicht dafür bestraft, dass du dank KI schnell bist. Ein klarer Paketpreis ist für beide Seiten einfacher.
Was kann ich zusätzlich anbieten?
Pflege, Hosting und kleine Änderungen als monatlichen Retainer, dazu später SEO oder Google-Einträge. Das erhöht den Kundenwert und bringt wiederkehrenden Umsatz.
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